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Freitag, 15.12.2017
Historisches
Historisches in der Gegend um Silberbach? Nicht so abwegig wie man denkt. Einige dieser Orte haben wir rechts aufgeführt.
Obwohl Silberbach eine junge Siedlung ist (siehe Geschichte von Silberbach) so war doch die Region schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt.
Eine Erinnerung an keltische Bevölkerung bewahrt der Flussname Eger (keltisch "Agara") und vielleicht sind die beckenförmigen Vertiefungen im Schüsselstein, eine Felsgruppe südlich vom Hengstberg, auch keltischen Ursprungs.
In der näheren Umgebung von Silberbach gibt es einige Fundplätze von steinzeitlichen Werkzeugen, so wurden in Hendelhammer und in Oschwitz mittelsteinzeitliche Steinwerkzeuge gefunden und bei den Steinhäusern gab der Boden eine jungsteinzeitliche Klinge aus Feuerstein frei.
Bis zum 9. Jahrhundert war die Fichtelgebirgshochebene nur spärlich besiedelt. Ab dem 10. Jahrhundert erreichten aus der Oberpfalz kommende bairische Siedler unser Gebiet. Deshalb ist die im Sechsämterland überwiegend gesprochene Mundart ein bairischer Dialekt und wird als nordbairisch bezeichnet, nur in den Gebieten um die Sechsämterstädte Weißenstadt und Kirchenlamitz wird fränkisch gesprochen.
Politisch gehörte das Gebiet zum Egerland, das 1135 als "regio Egire" erwähnt wird. Ab 1285 übernahmen die Burggrafen von Nürnberg mehr und mehr Besitzungen und 1415 war das ab 1504 als Sechsämterland bezeichnete Gebiet als Reichslehen in burggräflichem Besitz.
Im 15. und 16. Jahrhundert wurde unsere Gegend durch allerlei Kriege und die Pest heimgesucht, die das Land an den Rand des Ruins brachten. Markgraf Christian konnte kein gutes Erbe übernehmen, als er 1603 an die Regierung kam. Durch den Beitritt zur Union der protestantischen Fürsten war die Richtung im Dreißigjährigen Krieg festgelegt. Dieser Krieg brachte wieder Zerstörung und Elend mit sich. Auch in der Nähe von Silberbach tobte laut einer Sage eine Schlacht zwischen Kaiserlichen und Schweden und deshalb wurde das Steinerne Kreuz bei der Häusellohe errichtet.
Marggraf Karl-Alexander trat 1791 das Gebiet an den preußischen König Friedrich Wilhelm II. ab. 1806 besetzte Napoleon auch das Fichtelgebirge und die Region kam unter französische Verwaltung. Auf Grund des Pariser Vertrags von 1810 wurde das Fürstentum Bayreuth an Bayern abgetreten. Seitdem gehört unsere Gegend zu Bayern.
Quelle: Dr. F. W. Singer in Wanderführer durch das Fichtelgebirge
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